Fettabsaugung6 Min. Lesezeit
Viszerales und subkutanes Fett: was eine Fettabsaugung entfernen kann und was nicht
Körperfett ist nicht gleich Körperfett. Das weiche Fett, das Sie unter der Haut greifen können, verhält sich ganz anders als das Fett tief im Bauchraum rund um die Organe. Dieser Unterschied ist wichtig, wenn Sie über eine Fettabsaugung nachdenken: Der Eingriff formt den Körper, indem er Fett unter der Haut entfernt, erreicht aber nicht die tiefere Schicht, die sich am stärksten auf die Gesundheit auswirkt. Dieser Ratgeber erklärt beide Fettarten, wie Sie erkennen, welche bei Ihnen überwiegt, und wie sich jede reduzieren lässt.

Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Subkutanes Fett liegt unter der Haut, viszerales Fett umgibt die Organe im Bauchraum.
- Die Fettabsaugung entfernt nur subkutanes Fett und senkt nicht die Risiken viszeralen Fetts.
- Viszerales Fett wird vor allem über den Taillenumfang geschätzt und sinkt gut beim Abnehmen.
- Bei ausgeprägter Adipositas verringert bariatrische Chirurgie viszerales Fett durch starke Abnahme.
- Das City Medical Centre bietet Tumeszenz- und VASER-Fettabsaugung zur Konturierung, nicht zum Abnehmen.
Die wichtigsten Fakten zum Eingriff
- Dauer der Operation1–4 Stunden
- Zurück zur Arbeit7–10 Tage
- Endergebnis3–6 Monate
- Preisab $1,200
Zwei Arten von Körperfett
Der größte Teil des Körperfetts befindet sich an zwei Stellen. Subkutanes Fett liegt direkt unter der Haut. Es ist die Schicht, die Sie an Bauch, Oberschenkeln, Hüften, Armen und Rücken greifen können, und sie gibt dem Körper seine weichen Konturen. Sie speichert Energie, isoliert und polstert und gilt in moderater Menge nicht als schädlich.
Viszerales Fett liegt tiefer, im Inneren des Bauchraums. Es umgibt Leber, Magen und Darm und liegt hinter der Bauchmuskulatur, deshalb lässt es sich nicht greifen. Jeder Mensch hat etwas viszerales Fett, und eine kleine Menge schützt die Organe. Problematisch wird es, wenn zu viel davon vorhanden ist, denn dieses Fett ist stoffwechselaktiv: Es setzt Stoffe frei, die Blutzucker, Blutfette und Entzündungen im ganzen Körper beeinflussen.
Lage
- Subkutanes Fett
- Unter der Haut
- Viszerales Fett
- Im Bauchraum, rund um die Organe
Lässt es sich greifen?
- Subkutanes Fett
- Ja
- Viszerales Fett
- Nein
Hauptproblem
- Subkutanes Fett
- Körperform und Kontur
- Viszerales Fett
- Stoffwechsel- und Herzgesundheit
Wird es abgesaugt?
- Subkutanes Fett
- Ja, in den behandelten Zonen
- Viszerales Fett
- Nein
Wichtigster Weg zur Reduktion
- Subkutanes Fett
- Gewichtsabnahme, Fettabsaugung bei lokalen Depots
- Viszerales Fett
- Gewichtsabnahme durch Lebensstiländerung oder bariatrische Chirurgie
Woran Sie zu viel viszerales Fett erkennen
Da viszerales Fett weder sichtbar noch greifbar ist, wird es meist indirekt abgeschätzt. Das einfachste Zeichen ist die Körperform: Ein fester, runder Bauch, der hervortritt, obwohl die Haut darüber nicht besonders dick ist, spricht oft für Fett im Bauchraum, während weiche Falten, die Sie greifen können, überwiegend subkutan sind.
Übliche Methoden zur Einschätzung sind:
- der Taillenumfang, gemessen auf Höhe des Bauchnabels; eine große Taille geht mit mehr viszeralem Fett einher;
- das Verhältnis von Taille zu Körpergröße, wobei eine Taille über der Hälfte der Körpergröße ein Warnsignal ist;
- das Verhältnis von Taille zu Hüfte, das zeigt, ob Fett vor allem in der Körpermitte gespeichert wird;
- Körperanalysewaagen, die einen groben Schätzwert liefern;
- Bildgebung wie CT oder MRT, die viszerales Fett genau misst, aber allein dafür selten nötig ist.
Der Body-Mass-Index (BMI) allein sagt nicht, wo das Fett sitzt. Zwei Menschen mit gleichem BMI können sehr unterschiedlich viel viszerales Fett haben.
Warum viszerales Fett ein Gesundheitsrisiko ist
Zu viel viszerales Fett hängt eng mit gesundheitlichen Problemen zusammen, selbst bei Menschen mit annähernd normalem Gewicht. Es wird mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, ungünstigen Blutfettwerten, Fettleber, Herzerkrankungen und Schlaganfall in Verbindung gebracht.
Viszerales Fett gibt seine Stoffe außerdem direkt an die Leber ab, was seinen Einfluss auf den Stoffwechsel mit erklärt.
Subkutanes Fett wirkt sich auf diese Risiken deutlich weniger aus. Deshalb achten Ärzte mehr auf den Taillenumfang und die Fettverteilung als auf die Zahl auf der Waage. Alter, Veranlagung, Hormone, Stress, Schlafmangel, Alkohol und Bewegungsmangel verlagern Fett tendenziell in den Bauch.

Warum eine Fettabsaugung nur subkutanes Fett entfernt
Eine Fettabsaugung erfolgt über kleine Schnitte und dünne Kanülen, die in die Fettschicht unter der Haut eingeführt werden. Der Chirurg entfernt Fett aus dieser Schicht, um eine bestimmte Zone wie Bauch, Flanken, Oberschenkel oder Arme zu formen. Die Bauchmuskulatur bildet eine Wand zwischen dieser Schicht und dem Bauchraum, und die Kanüle durchdringt sie nicht. Das Fett um die Organe zu erreichen, ist nicht möglich und wäre gefährlich.
Daraus ergeben sich mehrere praktische Folgen:
- die Fettabsaugung ist ein Eingriff zur Konturierung, keine Behandlung von Adipositas und keine Methode zum Abnehmen;
- ein Bauch, der vor allem wegen viszeralen Fetts hervortritt, verändert sich nach einer Fettabsaugung kaum;
- das Entfernen von subkutanem Fett senkt die mit viszeralem Fett verbundenen Gesundheitsrisiken nicht;
- die in den behandelten Zonen entfernten Fettzellen wachsen nicht nach, bei späterer Gewichtszunahme kann sich Fett aber in unbehandelten Bereichen und im Bauchraum ansammeln.
Eine Fettabsaugung eignet sich für Menschen mit stabilem, annähernd normalem Gewicht und lokalen Depots, die Diät und Sport widerstehen. Der Chirurg beurteilt bei der Untersuchung, welche Fettart in Ihrem Bauch überwiegt, bevor er etwas empfiehlt. Mehr zum Eingriff finden Sie auf unserer Seite zur Fettabsaugung.
Wie sich viszerales Fett reduzieren lässt
Die gute Nachricht: Viszerales Fett reagiert meist gut auf Gewichtsabnahme, oft sogar besser als subkutanes Fett. Schon eine moderate Senkung des Körpergewichts verringert in der Regel das Fett um die Organe. Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- regelmäßige Bewegung, vor allem moderates Ausdauertraining wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen, kombiniert mit Krafttraining;
- eine ausgewogene Ernährung mit weniger zuckerhaltigen Getränken, raffinierten Kohlenhydraten und stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie mehr Gemüse, Ballaststoffen und Eiweiß;
- weniger Alkohol, der eng mit Fett in der Körpermitte zusammenhängt;
- ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress, da beides den Appetit und die Fettverteilung beeinflusst;
- der Verzicht aufs Rauchen, das mit mehr Bauchfett verbunden ist.
Es gibt keine Übung, die Fett nur am Bauch verbrennt. Viszerales Fett nimmt im Rahmen der gesamten Gewichtsabnahme ab, und Fortschritte verfolgt man am besten über den Taillenumfang statt nur über das Gewicht. Jede medizinische Behandlung des Gewichts wählt ein Arzt individuell aus.
Wann eine bariatrische Operation infrage kommt
Bei ausgeprägter Adipositas führen Lebensstilmaßnahmen allein oft nicht zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme. In dieser Situation kann eine bariatrische Operation erwogen werden.
Sie setzt am Magen und Verdauungstrakt an, nicht am Fett selbst, und die folgende starke Gewichtsabnahme verringert das viszerale Fett ebenso wie das subkutane. Sie geht außerdem mit einer Besserung von Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck einher.
Eine Operation ist in der Regel bei einem BMI über 40 gerechtfertigt oder über 35 mit schweren Begleiterkrankungen, manchmal auch bei niedrigeren Werten, wenn nicht-operative Wege gescheitert sind. Die Wahl des Verfahrens hängt von BMI, Gesundheit und Essgewohnheiten ab und wird gemeinsam mit einem Chirurgen getroffen. Nach einer bariatrischen Operation kann, sobald sich das Gewicht stabilisiert hat, später eine Fettabsaugung oder Bauchdeckenstraffung die Kontur verfeinern.

Persönliche Beurteilung im City Medical Centre
Das City Medical Centre betreut Patientinnen und Patienten aus dem Ausland und hilft Ihnen zu verstehen, welche Fettart hinter Ihrem Anliegen steckt. Bei lokalen subkutanen Depots führt die Klinik die Tumeszenz-Fettabsaugung durch, bei der vor dem schonenden Absaugen über eine dünne Kanüle eine spezielle Lösung eingebracht wird, sowie die VASER-Fettabsaugung, bei der Ultraschall das Fett vor dem Absaugen löst. Vor der Operation untersucht Sie der Arzt und veranlasst ein Hormonscreening.
Das City Medical Centre bietet die Fettabsaugung nicht als Methode zum Abnehmen an und führt keine nicht-operative Fettreduktion durch. Bei ausgeprägter Adipositas führt die Klinik bariatrische Operationen durch: Schlauchmagen, Roux-en-Y-Magenbypass, Mini-Magenbypass und SADI-S.
Die erste Beratung ist kostenlos und auch online möglich: Senden Sie Fotos Ihres Bauches von vorne und von der Seite zusammen mit Größe, Gewicht und Taillenumfang per Telegram. Der Arzt erklärt, ob eine Fettabsaugung, eine bariatrische Operation oder zunächst eine Änderung des Lebensstils für Sie infrage kommt, und nennt den Preis, der dann im Vertrag festgeschrieben wird. Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zum Ende der Heilung. Mehr dazu auf unserer Seite zur Fettabsaugung.
Quellen
Häufige Fragen
Kann eine Fettabsaugung viszerales Fett entfernen?
Nein. Eine Fettabsaugung entfernt nur Fett aus der Schicht unter der Haut. Viszerales Fett liegt im Bauchraum hinter der Muskulatur, wohin die Kanüle nicht gelangt. Viszerales Fett wird durch Gewichtsabnahme reduziert, bei ausgeprägter Adipositas kann eine bariatrische Operation erwogen werden.
Wie wird viszerales Fett gemessen?
Meist wird es anhand des Taillenumfangs, des Verhältnisses von Taille zu Körpergröße oder von Taille zu Hüfte geschätzt. Körperanalysewaagen liefern einen groben Wert, CT oder MRT messen es genau, sind allein dafür aber selten nötig. Auch bei der Untersuchung kann ein Arzt beurteilen, ob Ihr Bauchfett vor allem unter der Haut oder im Bauchraum sitzt.
Ist viszerales Fett gefährlich?
Eine kleine Menge ist normal, doch zu viel viszerales Fett hängt mit Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber und Herzerkrankungen zusammen. Es kann auch bei annähernd normalem Gewicht ein Risiko sein, deshalb ist der Taillenumfang wichtig.
Wie verliere ich viszerales Fett?
Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit weniger zuckerhaltigen Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln, weniger Alkohol, ausreichend Schlaf und der Verzicht aufs Rauchen helfen. Viszerales Fett reagiert meist gut auf eine allgemeine Gewichtsabnahme. Es gibt keine Übung, die Fett nur am Bauch entfernt.
Bedeutet ein flacher Bauch wenig viszerales Fett?
Nicht immer. Manche Menschen mit recht flachem Bauch und normalem Gewicht haben dennoch zu viel Fett um die Organe, besonders bei Bewegungsmangel. Der Taillenumfang und die Einschätzung eines Arztes geben ein verlässlicheres Bild als das Aussehen allein.
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- Die Erstberatung ist kostenlos, auch online möglich
- Der Arzt nennt den Preis nach der Untersuchung, er wird im Vertrag festgeschrieben
- Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zur Genesung
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