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Adipositas-Chirurgie5 Min. Lesezeit

Was verursacht Adipositas? Die wichtigsten Faktoren jenseits von zu viel Essen

Adipositas wird oft damit erklärt, dass jemand zu viel isst und sich zu wenig bewegt. Das ist ein Teil der Wahrheit, erklärt aber nicht, warum manche Menschen leicht zunehmen, warum verlorenes Gewicht meist zurückkehrt und warum Willenskraft allein so oft nicht reicht. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Faktoren, die Ärzte heute kennen, von Appetithormonen und Genen bis zu Schlaf, Stress und Umfeld, und was sie für die Behandlung bedeuten.

Redaktion von City Medical CentreAktualisiert

Was verursacht Adipositas? Die wichtigsten Faktoren jenseits von zu viel Essen

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Adipositas ist eine chronische Krankheit mit vielen Ursachen, nicht einfach ein Mangel an Willenskraft.
  • Appetithormone und die Abwehr des Körpers gegen Gewichtsverlust machen dauerhaftes Abnehmen schwer.
  • Gene, Alter, Schlaf, Stress und hormonelle Erkrankungen beeinflussen das Körpergewicht.
  • Hormonelle Ursachen wie Schilddrüsenprobleme werden zuerst abgeklärt und behandelt.
  • Bei schwerer Adipositas mit Folgeerkrankungen ist eine Operation meist die wirksamste Behandlung.

Die wichtigsten Fakten zum Eingriff

  • Zurück zur Arbeit2–4 Wochen
  • Aufenthalt in der Klinik1–5 Tage
  • Endergebnis18–24 Monate
  • Preis $4,800ab $3,600

Angaben von der Leistungsseite des City Medical Centre

Was Adipositas medizinisch bedeutet

Ärzte definieren Adipositas als einen Überschuss an Körperfett, der der Gesundheit schadet. In der Praxis wird sie meist mit dem Body-Mass-Index, kurz BMI, gemessen, der das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Ein BMI ab 30 gilt als Adipositas, ab 40 als schwere Adipositas. Der Taillenumfang liefert zusätzliche Informationen, denn Fett um die Bauchorgane ist enger mit Diabetes und Herzkrankheiten verbunden als Fett an Hüften und Oberschenkeln.

Energiebilanz und Stoffwechsel

Vereinfacht gesagt steigt das Gewicht, wenn der Körper mit Essen und Getränken mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht. Der Körper verbraucht Energie vor allem auf drei Wegen:

  • für Grundfunktionen in Ruhe wie Atmung, Kreislauf und Wärmehaushalt, die den größten Teil des Tagesverbrauchs ausmachen;
  • für die Verdauung und Verarbeitung der Nahrung;
  • für körperliche Aktivität, vom Gehen und der Hausarbeit bis zum Sport.

Appetithormone und warum der Körper sich gegen das Abnehmen wehrt

Hunger und Sättigung werden durch Signale zwischen Darm, Fettgewebe und Gehirn gesteuert. Hormone aus dem Magen verstärken den Hunger vor den Mahlzeiten, andere aus dem Darm erzeugen nach dem Essen ein Sättigungsgefühl. Das Fettgewebe selbst meldet dem Gehirn, wie viel Energie gespeichert ist.

Appetithormone und warum der Körper sich gegen das Abnehmen wehrt

Blutzucker, Schilddrüse und Stresshormone

Mehrere hormonelle Zustände beeinflussen das Gewicht:

  • Verminderte Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon. Reagieren die Zellen schlecht, bildet der Körper mehr davon, was die Fetteinlagerung besonders am Bauch fördert. Dieser Zustand geht häufig einem Typ-2-Diabetes voraus.

Gene und Alter

Gene beeinflussen das Körpergewicht stark. Studien an Zwillingen und Adoptivkindern zeigen, dass ein großer Teil der Gewichtsunterschiede zwischen Menschen erblich ist. Meist steckt dahinter eine Vielzahl häufiger Genvarianten mit jeweils kleinem Einfluss auf Appetit, Sättigung und Fettspeicherung. Seltene Formen, die auf ein einzelnes Gen zurückgehen, führen schon in früher Kindheit zu schwerer Adipositas.

Lebensstil und Umfeld

Die moderne Umgebung macht das Zunehmen leicht. Energiereiche, stark verarbeitete Lebensmittel sind billig, schmackhaft und überall verfügbar, die Portionen sind gewachsen und viele Berufe bedeuten stundenlanges Sitzen. Weitere Faktoren kommen hinzu:

  • kurzer oder schlechter Schlaf, der Hunger und Heißhunger verstärkt;
Lebensstil und Umfeld

Ihr Behandlungsweg im City Medical Centre

Die Behandlung hängt davon ab, wie ausgeprägt die Adipositas ist und welche Begleiterkrankungen bestehen. Für viele beginnt sie mit Veränderungen bei Ernährung, Bewegung und Schlaf, psychologischer Unterstützung und gegebenenfalls ärztlich verordneten Medikamenten oder Spritzen zur Gewichtsabnahme. Ist die Adipositas schwer oder hat sie bereits zu Krankheiten geführt, ist eine Operation meist die wirksamste Möglichkeit.

So verläuft die Erholung in der Regel

  1. Erste StundenSie dürfen sitzen, aufstehen und Flüssigkeit trinken
  2. 1–5 TageBeobachtung in der Klinik, je nach Umfang der Operation
  3. 7–14 TageRückkehr zur Arbeit, je nachdem, wie körperlich Ihre Arbeit ist
  4. 1–2 MonateStufenweise Ernährung von flüssig bis fest, damit sich der Magen anpassen kann
  5. Jeden MonatIm Durchschnitt gehen 10 % des Übergewichts pro Monat verloren
  6. 1,5–2 JahreEndergebnis: Stabile Essgewohnheiten verhindern, dass das Gewicht zurückkehrt

Quellen

Häufige Fragen

Ist Adipositas erblich?

Zum Teil. Gene haben großen Einfluss auf Appetit, Sättigung und Fettspeicherung und erklären einen Großteil der Gewichtsunterschiede zwischen Menschen. Umfeld und Gewohnheiten bestimmen, wie stark sich diese Veranlagung zeigt. Adipositas in der Familie bedeutet ein höheres Risiko, aber kein festes Schicksal.

Können Hormone eine Gewichtszunahme verursachen?

Ja. Eine verminderte Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon, eine Schilddrüsenunterfunktion, zu viele Stresshormone, das polyzystische Ovarsyndrom und niedrige Geschlechtshormone bei Männern können beitragen. Blutuntersuchungen helfen, sie zu erkennen, und die Behandlung der Ursache ist ein wichtiger Teil des Gewichtsmanagements.

Warum ist es so schwer, das Gewicht zu halten?

Nach dem Abnehmen verteidigt der Körper sein früheres Gewicht: Hungerhormone steigen, Sättigungssignale werden schwächer und der Ruheverbrauch sinkt. Deshalb ist eine erneute Zunahme nach einer reinen Diät sehr häufig. Langfristige Begleitung, Bewegung und bei schwerer Adipositas eine Operation helfen, dem entgegenzuwirken.

Verursacht eine Schilddrüsenerkrankung Adipositas?

Eine Unterfunktion verlangsamt den Stoffwechsel und kann einige Kilo hinzufügen, größtenteils durch Wassereinlagerung, verursacht aber selten allein eine schwere Adipositas. Sie lässt sich leicht per Bluttest prüfen, und die Behandlung hilft, auch wenn das Gewicht nicht immer ganz auf den früheren Wert zurückgeht.

Wann wird Adipositas gefährlich?

Das Risiko steigt mit höherem BMI und mit Fett am Bauch. Besonders gefährlich wird Adipositas zusammen mit Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, Fettleber oder Gelenkschäden. Das sind Zeichen, eine wirksame Behandlung mit einem Arzt zu besprechen, statt abzuwarten.

Hinweis. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Jede Operation hat Gegenanzeigen und Risiken; welche Option für Sie passt, lässt sich erst nach einer ärztlichen Untersuchung sagen.

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