Arthrosebehandlung6 Min. Lesezeit
Schulterarthrose: Symptome, Stadien und Behandlungsmöglichkeiten
Eine Schulterarthrose kündigt sich meist langsam an: ein tiefer Schmerz, wenn Sie nach einem hohen Regal greifen, ein Klicken beim Anheben des Arms, Schmerzen, die Sie nachts wecken, wenn Sie sich auf diese Seite drehen. Sie ist seltener als eine Knie- oder Hüftarthrose, kann aber alltägliche Dinge wie Anziehen, Autofahren oder Haarewaschen überraschend schwer machen. Dieser Ratgeber erklärt, was im Gelenk passiert, wie die Erkrankung fortschreitet, wie sie festgestellt wird und welche Behandlungen in welchem Stadium helfen können.

Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Schulterarthrose ist ein allmählicher Knorpelverschleiß im Kugelgelenk der Schulter.
- Typisch sind tiefer Schmerz, Nachtschmerz, Steifigkeit und Klicken beim Armheben.
- Das Röntgenbild zeigt das Stadium; Ultraschall und MRT zeigen Sehnen, Knorpel und Weichteile.
- Bewegung ist die Basis; PRP- und SVF-Injektionen können sie im Frühstadium unterstützen.
- Im fortgeschrittenen Stadium kann ein Gelenkersatz mit einem Chirurgen besprochen werden.
Schulterarthrose: was das ist
Arthrose ist eine chronische Erkrankung, bei der der glatte Knorpel an den Knochenenden allmählich dünner wird und sich abnutzt. In der Schulter betrifft das vor allem das Hauptgelenk, ein Kugelgelenk, in dem der Oberarmkopf auf die flache Pfanne des Schulterblatts trifft. Auch ein zweites, kleineres Gelenk oben auf der Schulter, wo Schlüsselbein und Schulterblatt aufeinandertreffen, kann verschleißen; es verursacht Schmerzen eher oben auf der Schulter als tief im Gelenk.
Geht Knorpel verloren, beginnen die Knochen aneinander zu reiben, an den Rändern bilden sich kleine knöcherne Anbauten, und die Gelenkschleimhaut kann gereizt werden. Die Folge sind Schmerzen, Steifigkeit und ein immer kleinerer Bewegungsumfang. Arthrose ist eine degenerative und keine entzündliche Erkrankung, auch wenn Schübe mit Schwellung und Überwärmung vorkommen.
Warum eine Schulterarthrose entsteht
Die Schulter trägt kein Körpergewicht, daher verschleißt ihr Knorpel meist aus anderen Gründen. Die häufigsten sind:
- Alter und langjährige Abnutzung: Das Risiko steigt etwa ab 50.
- Alte Verletzungen: Ausrenkungen, gelenknahe Brüche oder wiederholte Instabilität können den Knorpel schädigen und Jahre später zu einer posttraumatischen Arthrose führen.
- Ein großer, lange bestehender Riss der Rotatorenmanschette: Ohne die Sehnen, die den Kopf zentriert halten, nutzt sich das Gelenk ungleichmäßig ab.
- Schwere Überkopfarbeit oder Sport, etwa auf dem Bau, beim Gewichtheben oder bei Wurfsportarten.
- Frühere Gelenkentzündungen, zum Beispiel nach rheumatoider Arthritis oder einer Infektion.
- Genetik, die beeinflusst, wie widerstandsfähig der Knorpel ist.

Symptome und Stadien
Typische Anzeichen einer Schulterarthrose sind:
- ein tiefer Schulterschmerz, der bei Belastung zunimmt und anfangs in Ruhe nachlässt;
- Schmerzen in der Nacht, vor allem beim Liegen auf der betroffenen Seite;
- Steifigkeit und ein allmählich kleinerer Bewegungsumfang, etwa beim Greifen hinter den Rücken;
- Klicken, Knirschen oder Hängenbleiben bei Armbewegungen.
Ärzte beschreiben die Erkrankung meist in Stadien, anhand der Beschwerden und des Röntgenbilds:
Früh
- Was passiert
- Der Knorpel wird dünner, das Röntgenbild wirkt fast normal
- Wie es sich anfühlt
- Gelegentlicher Schmerz nach Belastung
Mittel
- Was passiert
- Der Gelenkspalt wird enger, erste Knochenanbauten entstehen
- Wie es sich anfühlt
- Regelmäßige Schmerzen, Morgensteifigkeit, etwas eingeschränkte Beweglichkeit
Fortgeschritten
- Was passiert
- Kaum noch Knorpel, Knochen reiben, große Anbauten
- Wie es sich anfühlt
- Schmerzen in Ruhe und nachts, deutliche Steifigkeit
Eine Behandlung ohne Operation wirkt am besten im frühen und mittleren Stadium, solange noch Knorpel vorhanden ist, den man schützen kann.
Diagnose und die Wahl des richtigen Facharztes
Schulterschmerzen haben viele Ursachen, und Sehnenprobleme werden oft mit Arthrose verwechselt und umgekehrt. Deshalb ist eine gründliche Untersuchung wichtig. Ein Orthopäde oder ein in der Gelenkbehandlung erfahrener Arzt prüft Beweglichkeit und Kraft und veranlasst dann meist:
- Röntgenaufnahmen, die Gelenkspalt, Knochenanbauten und das Stadium zeigen;
- Ultraschall, der Sehnen, Flüssigkeit und Entzündung rund um das Gelenk zeigt;
- MRT, wenn der Arzt Details zu Knorpel, Rotatorenmanschette und anderen Weichteilen braucht.
Blutuntersuchungen können hinzukommen, wenn eine entzündliche Form der Arthritis vermutet wird. Der Behandlungsplan hängt davon ab, was die Aufnahmen zeigen, daher lohnt es sich, sie gesammelt zur Beratung mitzubringen.
Behandlungsmöglichkeiten: Bewegung, PRP und SVF
Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Schulter beweglich zu halten und weiteren Verschleiß zu bremsen. Meist werden mehrere Schritte kombiniert:
- Bewegung und Physiotherapie: sanfte Mobilisation und Kräftigung der Muskeln um das Schulterblatt und der Rotatorenmanschette sind die Grundlage der Behandlung.
- Anpassung der Alltagsbelastung: lange Überkopfarbeit vermeiden und den Sport anpassen.
- Kurze Phasen mit Schmerzmitteln, etwa entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die ein Arzt auswählt.
- PRP (plättchenreiches Plasma) aus Ihrem eigenen Blut, ins Gelenk gespritzt, um Entzündungen zu beruhigen und die Gewebereparatur zu unterstützen. Es wird oft bei leichter Arthrose eingesetzt.
- SVF-Zelltherapie: Zellen aus einer kleinen Probe Ihres eigenen Fettgewebes, kombiniert mit PRP und ins Gelenk gespritzt. Sie wird vor allem im frühen und mittleren Stadium eingesetzt, wenn eine stärkere Wirkung nötig ist.
Andere Injektionen, etwa mit Kortikosteroiden, werden manchmal zur Beruhigung eines Schubs eingesetzt, ihre Wirkung hält aber meist nur kurz an. Mehr über PRP und SVF lesen Sie auf unserer Seite zur Arthrosebehandlung.
Ist eine Schulterarthrose heilbar?
Abgenutzter Knorpel wächst nicht vollständig nach, daher lässt sich eine Arthrose nicht rückgängig machen. Die Behandlung kann aber Schmerzen lindern, die Beweglichkeit verbessern und das Fortschreiten verlangsamen. Viele Menschen mit früher oder mittlerer Schulterarthrose bleiben mit einer Kombination aus Bewegung, vernünftiger Belastung und, wo sinnvoll, Injektionen jahrelang aktiv.
Wie lange die Wirkung von Injektionen anhält, ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt vom Stadium, der Aktivität und weiteren Faktoren ab. Niemand kann ein festes Ergebnis versprechen, und ein ehrlicher Arzt sagt Ihnen, was für Ihre Schulter realistisch ist.
Wenn Injektionen nicht ausreichen
Im fortgeschrittenen Stadium, wenn kaum noch Knorpel vorhanden ist, bringen Injektionen oft nur begrenzte Linderung. Anzeichen dafür, dass eine Operation besprochen werden sollte, sind:
- ständige Schmerzen in Ruhe und nachts trotz Behandlung;
- starke Bewegungseinschränkung, die Alltagsaufgaben unmöglich macht;
- eine deutliche Zerstörung des Gelenks im Röntgenbild.
In diesen Fällen ist ein Schultergelenkersatz die übliche Option; die Entscheidung wird gemeinsam mit einem orthopädischen Chirurgen getroffen, unter Berücksichtigung von Alter, Gesundheit und Zielen. Eine ehrliche Einschätzung des Stadiums gehört zu guter Versorgung: Injektionen sollten eine wirklich nötige Operation nicht hinauszögern.

Ein persönlicher Plan im City Medical Centre
Das City Medical Centre behandelt Schulterarthrose ohne Operation. Der Arzt bietet zwei Methoden an: PRP-Therapie aus Ihrem eigenen Blut und Zelltherapie mit SVF aus Ihrem eigenen Fettgewebe in Kombination mit PRP. Jede Injektion erfolgt unter Ultraschallkontrolle, die meisten Patienten gehen noch am selben Tag nach Hause, und Kontrolltermine nach einem, drei und sechs Monaten ermöglichen es dem Arzt, den Plan anzupassen.
Das City Medical Centre führt keinen Schultergelenkersatz durch; Physiotherapieprogramme, andere Injektionen und Gelenkersatz werden in diesem Artikel als allgemeine Information beschrieben.
Die erste Beratung ist kostenlos und kann online stattfinden. Senden Sie Ihre Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen oder Befunde, und der Arzt beurteilt das Stadium und sagt Ihnen ehrlich, ob eine Behandlung ohne Operation sinnvoll ist. Die Kosten werden nach der Beurteilung genannt und im Vertrag festgeschrieben. Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zum Ende der Behandlung, und Aufnahmen und Fragen können Sie per Telegram senden. Mehr dazu auf unserer Seite zur Arthrosebehandlung.
Quellen
Häufige Fragen
Ist eine Schulterarthrose vollständig heilbar?
Nein. Abgenutzter Knorpel wächst nicht vollständig nach, daher lässt sich die Erkrankung nicht rückgängig machen. Die Behandlung kann Schmerzen lindern, die Beweglichkeit verbessern und das Fortschreiten bremsen, und viele Menschen mit früher oder mittlerer Schulterarthrose bleiben mit Bewegung, vernünftiger Belastung und gegebenenfalls Injektionen jahrelang aktiv.
Helfen Injektionen bei Schulterarthrose?
Sie können helfen, vor allem im frühen und mittleren Stadium. PRP aus dem eigenen Blut kann Entzündungen beruhigen und die Gewebereparatur unterstützen, und SVF in Kombination mit PRP wird eingesetzt, wenn eine stärkere Wirkung nötig ist. Injektionen wirken am besten zusammen mit Bewegung, im fortgeschrittenen Stadium ist ihre Wirkung begrenzt.
Welcher Arzt behandelt Schulterarthrose?
In der Regel ein Orthopäde oder ein auf Gelenkbehandlung spezialisierter Arzt. Er untersucht die Schulter, wertet Röntgen, Ultraschall oder MRT aus und wählt zwischen Bewegungstherapie, Injektionen oder einer Überweisung zur Operation. Ein Physiotherapeut hilft anschließend beim Übungsprogramm.
Welche Stadien hat eine Schulterarthrose?
Im frühen Stadium wird der Knorpel dünner, und Schmerzen treten nur nach Belastung auf. Im mittleren Stadium verengt sich der Gelenkspalt, Knochenanbauten entstehen und die Steifigkeit nimmt zu. Im fortgeschrittenen Stadium ist kaum noch Knorpel vorhanden, und Schmerzen bestehen auch in Ruhe und nachts.
Wie lange dauert eine PRP-Behandlung der Schulter?
Der Eingriff selbst dauert nicht lange, und die meisten Patienten gehen am selben Tag nach Hause. Die Schmerzen lassen meist im ersten Monat nach, die Beweglichkeit bessert sich über etwa drei Monate, und die volle Wirkung entwickelt sich über rund sechs Monate. Kontrolltermine helfen dem Arzt, den Plan anzupassen.
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- Die Erstberatung ist kostenlos, auch online möglich
- Der Arzt nennt den Preis nach der Untersuchung, er wird im Vertrag festgeschrieben
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