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Haarausfall nach der Geburt: warum er auftritt, wie lange er dauert und was hilft

Viele frischgebackene Mütter finden einige Monate nach der Geburt ganze Büschel Haare in der Bürste. Das kann erschrecken, doch der Haarausfall nach der Entbindung ist meist vorübergehend und eine normale Reaktion auf hormonelle Veränderungen. Dieser Beitrag erklärt, warum er auftritt, wie lange er in der Regel anhält, was die Erholung unterstützt und wann es sinnvoll ist, einen Arzt aufzusuchen.

Redaktion von City Medical CentreAktualisiert 6 Min. Lesezeit

Warum nach der Geburt Haare ausfallen

In der Schwangerschaft verändert sich im Körper vieles, unter anderem steigt der Östrogenspiegel deutlich an. Dieses Hormon hält mehr Haare in der Wachstumsphase und verzögert ihren natürlichen Ausfall. Deshalb empfinden viele Frauen ihr Haar während der Schwangerschaft als dichter und voller.

Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel rasch. Die Haare, die in der Wachstumsphase gehalten wurden, gehen dann gemeinsam in die Ruhephase über und fallen einige Wochen später etwa zur gleichen Zeit aus. Ärzte sprechen vom telogenen Effluvium. Das ist keine Krankheit, sondern die Rückkehr des Körpers zu seinem gewohnten Haarzyklus.

Weitere Faktoren können den Haarausfall stärker auffallen lassen:

Wann er beginnt und wie lange er dauert

Der Haarausfall nach der Entbindung beginnt meist etwa zwei bis drei Monate nach der Geburt und kann bis zu rund sechs Monate anhalten. Er verteilt sich selten gleichmäßig: Oft ist er am Haaransatz, an den Schläfen und am Oberkopf am deutlichsten, weshalb er schlimmer wirken kann, als er ist.

Bei den meisten Frauen reguliert sich der Haarzyklus von selbst, und die Haardichte kehrt in den folgenden Monaten allmählich zurück. Kurze neue Haare entlang des Haaransatzes sind ein häufiges Zeichen, dass das Nachwachsen begonnen hat. Die Erholung verläuft schrittweise, daher kann es bis zu einem Jahr dauern, bis das Haar wieder so aussieht wie vor der Schwangerschaft.

Gehen Sie zum Arzt, wenn der Haarausfall sehr stark ist, deutlich über das erste Jahr hinaus anhält, klar abgegrenzte kahle Stellen hinterlässt oder mit weiteren Beschwerden wie extremer Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtsveränderungen oder starken Regelblutungen einhergeht. Das kann auf ein Schilddrüsenproblem, eine Anämie oder eine andere behandlungsbedürftige Erkrankung hindeuten.

Wie Sie mit dem Haarausfall nach der Geburt umgehen

Ausgewogene Ernährung

Haarfollikel brauchen Eiweiß, B-Vitamine, Zink und Eisen, um normal zu arbeiten. Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren wie fetter Fisch, Nüsse und Leinsamen gehören zu einer ausgewogenen Ernährung, die das Haar unterstützt. Wenn Sie stillen, ist Ihr Nährstoffbedarf höher, daher sind regelmäßige Mahlzeiten umso wichtiger.

Sanfte Haarpflege

Kopfhautmassage

Eine leichte Kopfhautmassage mit den Fingerspitzen oder einem weichen Massagegerät kann entspannend wirken und die Durchblutung der Kopfhaut fördern. Den Haarausfall nach der Geburt stoppt sie nicht, sie ist aber eine angenehme und unbedenkliche Gewohnheit.

Vitamine und Nahrungsergänzung

Vitamin- und Mineralstoffpräparate können helfen, wenn ein Mangel nachgewiesen ist. Häufig werden B-Vitamine, Eisen und Biotin genannt, nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel aber am besten erst nach Rücksprache mit einem Arzt ein, besonders in der Stillzeit, und idealerweise nach einer Blutuntersuchung.

Seelische Unterstützung

Veränderungen des Aussehens nach der Geburt können das Selbstvertrauen beeinträchtigen. Mit dem Partner, mit Freundinnen oder mit einer Fachperson darüber zu sprechen, kann helfen, und das Wissen, dass der Haarausfall meist vorübergehend ist, nimmt oft schon viel Sorge.

Medizinische Behandlung bei anhaltendem Haarausfall

Beruhigt sich der Haarausfall auch nach mehreren Monaten nicht, kann ein Arzt nach weiteren Ursachen suchen und eine Behandlung vorschlagen. Die Möglichkeiten richten sich nach der Diagnose und können das Ausgleichen eines Eisen- oder Vitaminmangels, die Behandlung von Schilddrüsenproblemen, äußerlich anzuwendende Medikamente sowie Kopfhautbehandlungen wie PRP-Injektionen (plättchenreiches Plasma) oder Mesotherapie umfassen. Manche Behandlungen sind in der Stillzeit nicht geeignet, sagen Sie dem Arzt daher immer, wenn Sie stillen.

Welche Fachärzte helfen können

Da Haarausfall nach der Geburt mehrere Ursachen haben kann, sind unter Umständen mehrere Fachrichtungen beteiligt:

Was zur Diagnose gehören kann

Braucht man nach der Geburt eine Haartransplantation?

In den allermeisten Fällen nicht. Der Haarausfall nach der Entbindung ist meist vorübergehend, die Follikel bleiben lebendig, und die Haare wachsen von selbst nach, eine Haartransplantation ist dafür also nicht nötig. Ein Eingriff wäre nicht sinnvoll, solange sich der Haarzyklus noch erholt.

Über eine Transplantation spricht man nur in einer anderen Situation: wenn ein Arzt lange nach der Geburt ein stabiles Muster von Haarausfall feststellt, das sich nicht erholt hat, zum Beispiel einen erblich bedingten (androgenetischen) Haarausfall bei Frauen, den die Schwangerschaft sichtbarer gemacht hat, und wenn das Spenderareal am Hinterkopf dicht genug ist. In solchen Fällen kann FUE oder zur Verdichtung eine Kombination aus FUE und DHI erwogen werden. Eine Transplantation behandelt nicht die Ursache des Haarausfalls, daher wird die Entscheidung erst nach einer vollständigen Beurteilung getroffen. Trifft das auf Sie zu, lesen Sie mehr über die Möglichkeiten der Haartransplantation.

Beratung bei City Medical Centre

Ist seit der Geburt einige Zeit vergangen und hat sich Ihr Haar nicht erholt, können Sie bei City Medical Centre, einer Klinik für internationale Patienten, eine fachliche Einschätzung einholen. Die Erstberatung ist kostenlos und auch online möglich: Schicken Sie Fotos und Fragen per WhatsApp, und der Arzt beurteilt, ob es sich noch um vorübergehenden Haarausfall handelt oder um eine Form, bei der eine Haartransplantation helfen kann. Ist ein Eingriff sinnvoll, nennt der Arzt nach der Beurteilung den Preis, der im Vertrag festgeschrieben wird, und ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zur Heilung.

Ergebnisse unserer Patienten

Echte Vorher-Nachher-Fotos von Patienten des City Medical Centre. Die Ergebnisse sind individuell.

  • Ergebnisse unserer Patienten: Vorher / NachherVorherNachher
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Häufige Fragen

Ist Haarausfall nach der Geburt normal?

Ja. Er ist sehr häufig und entsteht durch den Abfall des Östrogenspiegels nach der Geburt. Haare, die während der Schwangerschaft in der Wachstumsphase gehalten wurden, fallen einige Monate später gemeinsam aus. Das ist meist vorübergehend, und die Haare wachsen nach.

Wann hört der Haarausfall nach der Entbindung auf?

Der Ausfall beginnt meist zwei bis drei Monate nach der Geburt und kann bis zu etwa sechs Monate anhalten. Danach kehrt die Dichte allmählich zurück, und es kann bis zu einem Jahr dauern, bis das Haar wieder wie früher aussieht. Hält er länger an, gehen Sie zum Arzt.

Brauche ich nach dem Haarausfall nach der Geburt eine Haartransplantation?

Meist nicht. Der Haarausfall nach der Entbindung ist vorübergehend, die Follikel bleiben lebendig, und die Haare wachsen ohne Operation nach. Eine Transplantation kommt nur infrage, wenn ein Arzt später eine stabile Form des Haarausfalls feststellt, etwa erblich bedingten Haarausfall bei Frauen, und das Spenderareal ausreicht.

Darf ich in der Stillzeit Vitamine für die Haare nehmen?

Manche Nahrungsergänzungsmittel sind in der Stillzeit geeignet, fragen Sie aber am besten zuerst einen Arzt und lassen Sie idealerweise Ihr Blut untersuchen. Eisen- oder Vitaminpräparate helfen vor allem dann, wenn ein Mangel nachgewiesen ist.

Wann sollte ich mit Haarausfall nach der Geburt zum Arzt gehen?

Gehen Sie zum Arzt, wenn der Ausfall sehr stark ist, über das erste Jahr hinaus anhält, kahle Stellen hinterlässt oder mit Beschwerden wie starker Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Kälteempfindlichkeit einhergeht. Das kann auf Schilddrüsenprobleme oder eine Anämie hindeuten.

Hinweis. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Jede Operation hat Gegenanzeigen und Risiken; welche Option für Sie passt, lässt sich erst nach einer ärztlichen Untersuchung sagen.

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