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Woher kommen die Haare für eine Transplantation? Von der Kopfhaut bis zum Bart

Eine der ersten Fragen von Patienten zur Haartransplantation lautet, woher die neuen Haare eigentlich kommen. Die kurze Antwort: von Ihrem eigenen Kopf und gelegentlich von anderen Körperstellen. Dieser Artikel erklärt, welche Spenderareale genutzt werden, warum sie funktionieren, wie die Grafts entnommen und behandelt werden und wovon es abhängt, wie viele Haare verpflanzt werden können.

Redaktion von City Medical CentreAktualisiert 5 Min. Lesezeit

Ihre eigenen Haare sind die Quelle

Bei einer Haartransplantation stammt das Spenderhaar fast immer vom Patienten selbst. Das ist nicht nur eine praktische Entscheidung: Ihre eigenen Follikel passen in Farbe, Struktur und Stärke zu Ihren Haaren, was zu einem natürlichen Ergebnis beiträgt, und Ihr Körper erkennt sie als eigenes Gewebe an.

Haare einer anderen Person werden bei der üblichen Haartransplantation nicht verwendet. Das Immunsystem würde solche Follikel als fremd erkennen und abstoßen, es sei denn, man nähme lebenslang stark immunsuppressive Medikamente – was für einen kosmetischen Eingriff nicht zu rechtfertigen ist. Deshalb ist die Menge verpflanzbarer Haare durch Ihren eigenen Spendervorrat begrenzt, und deshalb wird das Spenderareal so sorgfältig geplant.

Das wichtigste Spenderareal: Hinterkopf und Seiten

Das häufigste Spenderareal ist der Hinterkopf, zusammen mit den Seiten oberhalb der Ohren. Bei Menschen mit androgenetischer Alopezie reagieren die Haare in dieser Zone meist deutlich weniger empfindlich auf die Hormone, die das Ausdünnen am Oberkopf verursachen. Werden diese Follikel an den Haaransatz oder den Oberkopf verpflanzt, behalten sie in der Regel dieselben Eigenschaften und wachsen weiter.

Die Seiten des Kopfes können genutzt werden, wenn mehr Grafts benötigt werden oder feinere Haare zu einem bestimmten Bereich passen, etwa ganz vorn am Haaransatz. Der Chirurg legt eine sichere Spenderzone fest: einen Bereich, in dem die Haare voraussichtlich über die Jahre stabil bleiben. Haare von außerhalb dieser Zone können anfangs gut aussehen, doch diese Follikel könnten später ausdünnen.

Wie die Grafts entnommen werden

Das Spenderhaar wird in Form follikulärer Einheiten entnommen, natürlicher Gruppen von einem bis vier Haaren. Dafür gibt es zwei Hauptwege.

FUE (Follicular Unit Extraction)

Die follikulären Einheiten werden einzeln mit einer sehr kleinen Stanze entnommen. Die winzigen Wunden verteilen sich über das Spenderareal und verheilen meist zu kleinen punktförmigen Spuren, die bei normaler Haarlänge kaum zu sehen sind. Das Spenderareal erholt sich in der Regel schneller, und FUE ist die Methode, die typischerweise bei androgenetischer Alopezie eingesetzt wird.

FUT (Follicular Unit Transplantation)

Ein schmaler, haartragender Hautstreifen wird am Hinterkopf entnommen, die Wunde wird vernäht, und der Streifen wird unter Vergrößerung in follikuläre Einheiten zerlegt. Mit FUT lassen sich in einer Sitzung viele Grafts gewinnen, doch es bleibt eine lineare Narbe, und das Spenderareal kann sich länger gespannt anfühlen.

Nach der Entnahme werden die Grafts in den lichten Bereich eingesetzt. Bei DHI (Direct Hair Implantation) geschieht das mit einem speziellen Implanter-Stift. Die Kombination aus FUE und DHI kann bei androgenetischer Alopezie und zur Verdichtung eingesetzt werden.

Was mit den Grafts vor dem Einsetzen geschieht

Zwischen Entnahme und Einsetzen wird mit den Grafts sorgfältig umgegangen, denn Follikel sind empfindlich und sollten so kurz wie möglich außerhalb des Körpers bleiben. Das Team geht in der Regel so vor:

Der sorgfältige Umgang in dieser Phase ist einer der Faktoren, die beeinflussen, wie gut die Grafts anwachsen.

Was ein gutes Spenderareal ausmacht

Nicht jedes Spenderareal ist gleich, und seine Qualität bestimmt weitgehend, was eine Transplantation erreichen kann.

Da der Spendervorrat begrenzt ist, berücksichtigt ein guter Plan das ganze Leben und nicht nur die erste Sitzung. Der Chirurg sollte genug Haare stehen lassen, damit das Spenderareal natürlich aussieht und, falls nötig, ein späterer Eingriff möglich bleibt.

Spenderhaar für die Augenbrauen

Die Augenbrauenrekonstruktion beruht auf demselben Prinzip. Das Spenderhaar wird meist von der Kopfhaut entnommen, in der Regel aus dem Nacken oder dem Bereich hinter den Ohren, wo sich feinere Einzelhaare finden, die Augenbrauenhaaren ähneln. Die Grafts werden typischerweise mit FUE entnommen, sodass keine auffällige lineare Narbe entsteht.

Der Schlüssel zu einer natürlichen Augenbraue ist die präzise Platzierung: Jedes Haar muss der Richtung und dem Winkel des natürlichen Brauenwuchses folgen, und die Form sollte zum Gesicht passen. Da die Haare von der Kopfhaut stammen, wachsen sie wie Kopfhaar weiter und müssen meist regelmäßig gekürzt werden.

Bart- und Körperhaar als zusätzliche Quellen

Ist das Spenderhaar am Kopf begrenzt, nutzen manche Chirurgen auch Haare aus dem Bartbereich unter dem Kinn und seltener von der Brust oder anderen Körperstellen. Barthaar ist meist kräftig und kann für zusätzliche Dichte sorgen, besonders am Oberkopf.

Diese Quellen haben Grenzen. Körperhaar hat oft eine kürzere Wachstumsphase, eine andere Struktur und wächst weniger vorhersehbar an. Es wird daher gezielt und meist ergänzend zum Kopfhaar eingesetzt, nicht stattdessen. Ob es für Sie infrage kommt, entscheidet der Chirurg nach einer Untersuchung.

Beratung im City Medical Centre

Das City Medical Centre betreut internationale Patienten. Die erste Beratung ist kostenlos und kann online stattfinden: Senden Sie deutliche Fotos Ihrer Haare sowie des Hinterkopfes und der Seiten, und der Arzt beurteilt die Qualität Ihres Spenderareals und wie viele Grafts realistisch zur Verfügung stehen könnten. Der Arzt nennt die Kosten nach der Beurteilung, sie werden im Vertrag festgehalten. Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zum Ende der Genesung, Fotos und Fragen können Sie per WhatsApp schicken. Mehr erfahren Sie auf der Seite zur Haartransplantation.

Ergebnisse unserer Patienten

Echte Vorher-Nachher-Fotos von Patienten des City Medical Centre. Die Ergebnisse sind individuell.

  • Ergebnisse unserer Patienten: Vorher / NachherVorherNachher
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Häufige Fragen

Woher werden die Haare für eine Haartransplantation entnommen?

Meist vom Hinterkopf und von den Seiten, wo die Haare dem hormonell bedingten Ausdünnen am Oberkopf in der Regel widerstehen. In manchen Fällen kann der Chirurg auch Haare aus dem Bartbereich oder seltener vom Körper verwenden.

Können Haare einer anderen Person transplantiert werden?

Bei der üblichen Haartransplantation nicht. Follikel einer anderen Person würden vom Immunsystem abgestoßen, es sei denn, man nähme lebenslang starke Medikamente, was für diesen Eingriff nicht zu rechtfertigen ist. Verwendet werden nur Ihre eigenen Haare.

Sieht das Spenderareal nach der Transplantation licht aus?

Werden die Grafts innerhalb einer sicheren Zone und in vernünftiger Zahl entnommen, sieht das Spenderareal nach der Heilung meist natürlich aus. Eine zu starke Entnahme kann es licht wirken lassen, deshalb plant der Chirurg die Zahl der Grafts anhand Ihrer Spenderdichte.

Woher stammen die Haare für eine Augenbrauentransplantation?

Sie werden meist von der Kopfhaut entnommen, oft aus dem Nacken oder hinter den Ohren, wo feinere Einzelhaare Augenbrauenhaaren ähneln. Die transplantierten Haare wachsen wie Kopfhaar weiter und müssen daher meist regelmäßig gekürzt werden.

Können Bart- oder Körperhaare für eine Haartransplantation verwendet werden?

Manchmal, wenn das Spenderhaar am Kopf begrenzt ist. Barthaar kann für mehr Dichte sorgen, Körperhaar wächst jedoch oft anders und weniger vorhersehbar an. Es wird daher gezielt und meist zusammen mit Kopfhaar eingesetzt. Der Chirurg entscheidet nach einer Untersuchung.

Hinweis. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Jede Operation hat Gegenanzeigen und Risiken; welche Option für Sie passt, lässt sich erst nach einer ärztlichen Untersuchung sagen.

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