Für wen eignet sich eine Haartransplantation und wann wird sie meist abgelehnt?
Eine Haartransplantation kann vielen Menschen mit dünner werdendem oder verlorenem Haar helfen, ist aber nicht für jeden die richtige Lösung. Dieser Artikel erklärt, wer am häufigsten zum Eingriff kommt, in welchen Situationen er meist gut funktioniert, warum Kliniken manchmal ablehnen oder zum Abwarten raten und was Vorher-nachher-Fotos selten zeigen. So können Sie besser einschätzen, ob eine Beratung in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Wer üblicherweise zur Haartransplantation kommt
Bei einer Haartransplantation werden gesunde Haarfollikel aus einem Bereich, in dem die Haare gut wachsen, dem Spenderareal, in einen Bereich verpflanzt, in dem sie lichter geworden oder verschwunden sind. Das kann Menschen helfen, die an bestimmten Stellen der Kopfhaut Haare verloren haben und an anderer Stelle noch einen guten Haarvorrat besitzen.
Von Anfang an ist wichtig zu verstehen, was der Eingriff leisten kann und was nicht. Eine Transplantation verteilt die vorhandenen Haare um; sie erzeugt keine neuen Follikel und behandelt nicht die Ursache des Haarausfalls. Deshalb kann dieselbe Operation für den einen ein ausgezeichnetes Ergebnis bringen und für den anderen eine schlechte Wahl sein. Die wichtigsten Gruppen, die davon profitieren können, werden im Folgenden beschrieben.
Erblich bedingter Haarausfall bei Männern
Die meisten, die sich nach einer Haartransplantation erkundigen, sind Männer mit androgenetischer Alopezie, dem häufigen erblich bedingten Haarausfall. Er beginnt meist mit Geheimratsecken an den Schläfen und Ausdünnen am Oberkopf, und über die Jahre können diese Bereiche zu einer größeren kahlen Fläche zusammenwachsen.
Die Haare am Hinterkopf und an den Seiten reagieren meist viel weniger empfindlich auf die Hormone hinter diesem Prozess und wachsen daher in der Regel weiter, wenn sie nach vorn oder auf den Oberkopf verpflanzt werden. Das macht die androgenetische Alopezie zur klassischen Indikation für eine Transplantation. Eingesetzt wird hier typischerweise FUE, die Kombination aus FUE und DHI kann sowohl bei androgenetischer Alopezie als auch zur Verdichtung lichter Bereiche genutzt werden.
Da erblich bedingter Haarausfall mit dem Alter oft fortschreitet, berücksichtigt ein guter Plan auch die Haare, die Sie künftig verlieren könnten, und nicht nur die Bereiche, die heute kahl sind.
Dünner werdendes Haar bei Frauen
Manche Frauen bemerken ein allmähliches Ausdünnen am Oberkopf, einen breiteren Scheitel und weniger Volumen, während der Haaransatz erhalten bleibt. Handelt es sich um erblich bedingten Haarausfall bei Frauen und ist das Spenderareal stabil und dicht genug, kann eine Transplantation helfen, die Dichte in den auffälligsten Bereichen wiederherzustellen.
Haarausfall bei Frauen hat viele mögliche Ursachen, darunter hormonelle Veränderungen, Schilddrüsenprobleme, Eisenmangel, Stress und bestimmte Medikamente. Viele davon werden medizinisch und nicht chirurgisch behandelt. Bevor eine Transplantation erwogen wird, sollte die Ursache des Ausdünnens geklärt sein. Diffuses Ausdünnen, das auch das Spenderareal betrifft, ist meist keine gute Indikation, weil die transplantierten Haare auf dieselbe Weise ausdünnen können.
Narben nach Verbrennungen, Verletzungen oder Operationen
Menschen mit Narben auf der Kopfhaut nach Verbrennungen, Verletzungen oder früheren Operationen haben mitunter Stellen, an denen keine Haare mehr wachsen. Eine Transplantation kann in diesen Bereichen manchmal wieder Haare wachsen lassen und die Narbe kaschieren.
Narbengewebe wird anders durchblutet als gesunde Haut, daher wachsen die Grafts weniger vorhersehbar an. Chirurgen beurteilen die Narbe meist zuerst sorgfältig und empfehlen in manchen Fällen eine kleinere erste Sitzung, um zu sehen, wie das Gewebe reagiert. Auch in Narben einer früheren Streifenentnahme (FUT) können Haare verpflanzt werden.
Wann Kliniken eine Transplantation meist ablehnen oder verschieben
Eine verantwortungsvolle Klinik operiert nicht jeden, der danach fragt. Die häufigsten Gründe für eine Absage oder den Rat, abzuwarten, sind:
- Zu wenig Spenderhaar. Eine Transplantation hängt vollständig von gesunden Follikeln am Hinterkopf und an den Seiten ab. Ist das Spenderareal zu spärlich, gibt es womöglich zu wenig zu verpflanzen.
- Aktiver, instabiler Haarausfall. Fallen die Haare schnell aus, empfiehlt der Arzt möglicherweise, den Haarausfall zuerst zu stabilisieren, weil neues Ausdünnen rund um den transplantierten Bereich das Ergebnis beeinträchtigen kann.
- Medizinische Gründe. Manche Herzerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, nicht eingestellter Diabetes, bestimmte Autoimmunerkrankungen und einige Medikamente können einen Eingriff unsicher oder unklug machen. Der Arzt entscheidet, nachdem er Ihren Gesundheitszustand geprüft hat.
- Eine zu große Fläche für den verfügbaren Spendervorrat. Ist die kahle Fläche sehr ausgedehnt, reicht das Spenderhaar womöglich nicht für das Aussehen, das sich der Patient erhofft.
- Formen des Haarausfalls ohne stabiles Spenderareal. Bei totaler Alopezie gibt es kein gesundes Spenderhaar, daher ist eine Transplantation keine Option. Auch ein aktiver kreisrunder Haarausfall und vernarbende Alopezien erfordern zunächst eine fachärztliche Beurteilung.
Wenn Ihnen geraten wird, abzuwarten oder einen anderen Weg zu versuchen, ist das kein Misserfolg. Meist bedeutet es, dass der Arzt Sie vor einem Ergebnis bewahrt, das Sie enttäuschen würde.
Was Vorher-nachher-Fotos selten zeigen
Vorher-nachher-Galerien zeigen das Endergebnis, aber nicht den Weg dorthin. Zwei Dinge sollten Sie im Hinterkopf behalten.
- Die Ergebnisse kommen nicht sofort. Transplantierte Haare fallen in den ersten Wochen häufig aus, neues Wachstum wird meist nach einigen Monaten sichtbar. Bis zum vollständigen Ergebnis vergeht oft rund ein Jahr, manchmal länger.
- Die Dichte hat Grenzen. Je nach Spenderareal, Haartyp und Ausmaß des Haarausfalls kann die erreichbare Dichte geringer sein, als sich der Patient vorstellt. Manche brauchen eine zweite Sitzung, um die gewünschte Dichte zu erreichen.
Die Ergebnisse sind immer von Mensch zu Mensch verschieden. Eine ehrliche Beurteilung durch einen erfahrenen Arzt ist der beste Weg, um zu verstehen, was eine Transplantation für Sie realistisch leisten könnte.
Beratung im City Medical Centre
Das City Medical Centre betreut internationale Patienten. Die erste Beratung ist kostenlos und kann online stattfinden: Senden Sie Fotos Ihres Haaransatzes, Ihres Oberkopfes und Ihres Spenderareals, und der Arzt beurteilt, ob eine Transplantation für Sie geeignet ist oder ob Abwarten oder ein anderer Ansatz sinnvoller ist. Ist ein Eingriff angebracht, nennt der Arzt die Kosten nach der Beurteilung, und sie werden im Vertrag festgehalten. Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zum Ende der Genesung, Fotos und Fragen können Sie per WhatsApp schicken. Mehr erfahren Sie auf der Seite zur Haartransplantation.
Ergebnisse unserer Patienten
Echte Vorher-Nachher-Fotos von Patienten des City Medical Centre. Die Ergebnisse sind individuell.
VorherNachher
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Häufige Fragen
Wer ist ein typischer Kandidat für eine Haartransplantation?
Am häufigsten ein Mensch mit androgenetischer Alopezie, dem häufigen erblich bedingten Haarausfall, der ein stabiles und dichtes Spenderareal am Hinterkopf und an den Seiten hat. Die endgültige Entscheidung trifft der Arzt, nachdem er die Kopfhaut untersucht und Ihren Gesundheitszustand geprüft hat.
Können sich Frauen einer Haartransplantation unterziehen?
Manche Frauen ja, vor allem bei erblich bedingtem Ausdünnen und stabilem Spenderareal. Da Haarausfall bei Frauen oft medizinische Ursachen wie hormonelle Störungen oder Eisenmangel hat, sollte die Ursache zuerst geklärt werden. Diffuses Ausdünnen, das auch das Spenderareal betrifft, ist meist keine gute Indikation.
Warum lehnt eine Klinik eine Haartransplantation womöglich ab?
Häufige Gründe sind zu wenig Spenderhaar, noch rasch fortschreitender Haarausfall, Erkrankungen oder Medikamente, die einen Eingriff unsicher machen, oder eine kahle Fläche, die für den verfügbaren Spendervorrat zu groß ist. Bei totaler Alopezie gibt es kein Spenderhaar, daher ist eine Transplantation nicht möglich.
Können Haare in eine Narbe verpflanzt werden?
Oft ja, auch in Narben nach Verbrennungen, Verletzungen oder einer früheren Streifenentnahme. Narbengewebe ist schlechter durchblutet, daher wachsen die Grafts weniger vorhersehbar an, und der Chirurg schlägt möglicherweise eine kleinere erste Sitzung vor, um zu sehen, wie die Haut reagiert.
Stoppt eine Haartransplantation weiteren Haarausfall?
Nein. Eine Transplantation verpflanzt vorhandene Follikel, behandelt aber nicht die Ursache des Haarausfalls. Die eigenen Haare rund um den transplantierten Bereich können weiter ausdünnen. Deshalb planen Ärzte künftigen Haarverlust mit ein und schlagen gegebenenfalls eine unterstützende Behandlung vor.
Sie haben eine Frage zu Ihrem Fall? Kostenlose Beratung
Senden Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer, und ein Koordinator ruft Sie zurück. Fotos und Fragen können Sie auch per WhatsApp schicken.
- Die Erstberatung ist kostenlos, auch online möglich
- Der Arzt nennt den Preis nach der Untersuchung, er wird im Vertrag festgeschrieben
- Ein persönlicher Koordinator begleitet Sie von der ersten Nachricht bis zur Genesung
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